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Pilatus PC-12

basierend auf Aerobel- Frästeilsatz

Aufbau des Rohbaugerüst weiterer Baufortschritt Modellerprobung

Derzeit ist Baustopp..., aber im Oktober 2011 sollte es spätestens wieder weitergehen...

Von Aerobel werden eine ganze Anzahl von Modellen angeboten die aus "lasergeschnittenen" Holzteilen aufgebaut werden. Diese Modelle zeichnen sich durch einen raffinierten Aufbau aus präzise geschnittnen Sperrholzteilen aus. 
Eines der angebotenen Modelle ist die Pilatus PC-12 mit einer Spannweite von 1.85m bei einem angegebenen Gewicht von 4-5 kg. Dieser spezielle "Baukasten" hat bei mir etwas zwiespältige Gefühle hervorgerufen, denn einerseits besticht das am Ende erstellte Rohbaugerüst durch seine raffinierten Lösungen, andererseits erscheint mir der Preis dafür doch als recht "beachtlich". 
Die folgenden Punkte stören mich persönlich an diesem Frästeilsatz/Baukasten:
  • Sobald man das Rohbaugerüst fertig hat, wird man "alleine gelassen"...
  • Die Bauanleitung hört mitten "im Bau" auf, es wird nur noch abschliessend gesagt (sinngemäss); "ab hier hat jeder Modellbauer seine eignen Vorlieben, darum keine weiteren Beschreibungen....  Es gibt keinerlei Fotos oder andere Hinweise, die zumindest mögliche Wege für eingebaute Komponenten und die Fertigstellung aufzeigen. Keine Hinweise was die Platzierung der Einbauten angeht wo es doch offensichtlich ist, dass der Schwerpunkt (ist angegeben) durchaus etwas heikel ist mit diesen Abmessungen. Einerseits eine lange Rumpfnase, andererseits 3 Servos die im Leitwerk eingebaut werden sollen/müssen und ein kpl. beplanktes Leitwerk. Dieses Modell wurde doch sicher auch von Aerobel einmal komplett gebaut...? Warum keine Bilder von so einem fertigen Modell?
  • Es gibt keinerlei Angaben zum Fahrwerk, weder die Höhe, noch Position, noch die Raddimensionen
  • Es sind keinerlei Vorbereitungen erkennbar oder beschrieben, für den Einbau eines festen, oder Einziehfahrwerks. Das muss alles selbst ermittelt werden und in dem Rumpfgerüst "irgendwie" eingebaut werden.
  • Der Einbau der RC- Anlage wird mit kaum einem Wort behandelt. Und wer ein Elektroantrieb vorsieht, wird bezüglich "Zugang zu den Antriebsakkus zum Wechseln" komplett "vergessen", oder soll man dann immer den Flügel komplett abschrauben...?

Im Folgenden werde ich beschreiben, wie ich dieses Modell baue. Angefangen mit dem Aufbau des Rohbaugerüstes, und dann dem anschliessenden weiteren Bau, der auch geprägt sein wird durch diversen Modifikationen:

  • Zusätzliche Landeklappen mit den charakteristischen Klappenmechanik- Verkleidungen (ist nicht vorgesehen von Aerobel)
  • Einziehfahrwerk (elektrisch)
  • Scale ähnliche Beleuchtung, vor allem auch mit allen Landescheinwerfer unter dem Flügel und an den Hauptfahrwerken (5 Stk)
  • Abnehmbarer Cockpitbereich für den Zugang zu den Akkuschächten (Elektroantrieb)
  • Meine PC-12 wird mit einem Elektroantrieb ausgerüstet werden und einer separaten Stromversorgung für RC und Beleuchtung

Weiterer Baufortschritt, Stand 19.2.2011 (Rohbaugerüst)

6.1.2011

Bis Anfang 2011 ging es nicht mehr weiter an der PC-12. Zwischenzeitlich wurden aber Antrieb und Fahrwerksmechaniken beschafft, damit der Bau weiter gehen kann. Als nächstes soll das Fahrwerk konstruiert und gebaut werden. Dazu mussten aber zuerst einmal die nötigen Dimensionen ermittelt werden, die von Aerobel nirgends angegeben werden.

11.1.2011

Damit ich das eigentliche Fahrwerk korrekt auslegen kann, habe ich als erstes die relevanten Partien in einem CAD- Modell erfasst. Die Masse sind direkt vom Rohbaugerüst  abgenommen.

 

12.1.2011

Dank der sehr guten Prospekte die von Pilatus zur PC-12 zur Verfügung stehen, lassen sich die nötigsten Fahrwerksdistanzen relativ leicht ermitteln.

 

16.1.2011

Jetzt kann damit begonnen werden die Giezendanner- Einzieh- Mechaniken zu platzieren. Es wird die Ausführung EL-7 für bis zu 7kg eingebaut werden. Mit dem erwarteten Abfluggewicht von max. etwa 5.5 kg sollte das mehr als ausreichend sein...

Die eigentlichen Fahrwerke werden in den folgenden Tagen..., selbst erstellt werden.

 

25.1.2011

Ein Rad mit D70, das nicht zu breit ist, wird für das Hauptfahrwerk benutzt.

25.1.2011

Voll eingefedert sind es rund 10mm die das Rad nach oben schwenken kann.

25.1.2011

Das Hauptproblem bei der Konstruktion war, in den nicht gerade dicken Flügel, die nicht gerade kleine Mechanik unterzubringen und gleichzeitig auch noch das Rad "zu versorgen".
Hat etwas gedauert, aber diese Konstruktion, sollte jetzt funktionieren.

28.1.2011

  

Das Bugfahrwerk ist auch ähnlich wie beim Original aufgebaut, allerdings ist es bei meinem Modell "optisch robuster" ausgeführt. So müsste es den Belastungen standhalten können.

30.1.2011

Die Federn sind so gewählt, dass im Stillstand die Fahrwerke voll ausgefahren sind  und erst bei etwas grösseren Kräften einzufedern beginnen. Der Federweg beträgt überall 10mm.

30.1.2011

Eingefahren ist überall gerade noch genügend Raum. Auch beim Bugfahrwerk wird es eng in der Länge. Hier diktieren Federlänge und Führungsdurchmesser die minimal benötigte Baulände.

2.1.2011

Manchmal ist es wie verhext; erst als ich die Radabdeckungen am Hauptfahrwerk erstellen wollte merkte ich, dass ich die Hauptfahrwerke falsch aufgebaut habe! Jetzt stimmen sie aber und sind inklusive den Leuchten fertig.

2.1.2011

Eingefahren muss es an einer PC-12 so aussehen; das Rad schliesst mehr oder weniger bündig mit der Flügelkontur ab. Die Abdeckung kaschiert dabei die Mechanik selbst.
So geht es sogar weniger eng zu als vorher...

2.1.2011

Das Fahrwerk sieht so wirklich recht originalgetreu. Sicher es ist nur ähnlich dem Original, aber wer hat denn schon gleich ein bild des Originals zur Hand um die Unterschiede feststellen zu können...?
Jetzt geht es an die Zeichnungsableitung der Einzelteile.

 

12.2.2011

Die Dreharbeiten sind soweit abgeschlossen, noch ist nicht all zu viel von einem Fahrwerk zu erkennen...

13.2.2011

Mit Säge und Feilen geht es jetzt an die Hauptkomponenten der Hauptfahrwerke. Auch andere Kleinteile werden in Angriff genommen.

13.2.2011

Dann bin ich soweit fertig, dass die weiteren Arbeiten auf einer Fräse ausgeführt werden können. Sicher ich könnte alles mit Sägen und Feilen herstellen, aber wenn man Zugang zu einer kleineren Fräsmaschine im Geschäft hat, darf man das ja auch nutzten...

18.2.2011

Die restlichen Teile werden gefräst, bzw. fertig bearbeitet. Zwei davon sind sehr klein, eines wird hier gerade gefräst, es handelt sich um den Träger für den Landescheinwerfer und Führungsschere.

18.2.2011

Besagtes Teil ist fertig gefräst und gebohrt, jetzt fehlt nur noch das M3- Gewinde. Nach rund 6 Stunden waren auch diese Arbeiten abgeschlossen.

19.2.2011

Aber noch längst nicht alle Teile sind fertig. Hier entstehen die beiden Anschlagbleche für die Hauptfahrwerke. Die vorgebohrten Langlöcher werden hier mit einer Nadelfeile "verbunden".

19.2.2011

So entstehen in reiner Handarbeit diese beiden Teile. Grundsätzlich hätte jedes Teil nur mit einer Drehbank und Ständerbohrmaschine gefertigt werden können, plus einer guten Portion Schweiss beim Sägen und Feilen. Wer eine Fräsmaschine benutzen kann, hat es bei solchen Arbeiten natürlich deutlich leichter.

19.2.2011

Die Teile für das Bugfahrwerk sind bereit für den Zusammenbau...

19.2.2011

...genau so wie die Teile für das Hauptfahrwerk.

Leider wird dieses Bauprojekt jetzt (wieder) auf Eis gelegt, da zuerst ein anderes Modell gebaut wird, nämlich eine kleine, elektrische Twin Otter. Voraussichtlich geht es so gegen Ende Oktober 2011 wieder weiter, der Jungfernflug ist jedenfalls für den Frühling 2012 fest geplant .

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Aufbau des Rohbaugerüst, September/Oktober 2010 (weiterer Bau/Fertigstellung)

Der Inhalt des gelieferten "Baukasten": Balsabrettchen für das Beplanken und dickere Balsaplatten zum "füllen der Übergänge". Diverse Kiefer- und Balsaleisten, etwas an Kleinteilen (Plastiktüte), Bauanleitung, zwei Planblätter für den Aufbau (Rolle), eine CD (enthält Bauanleitung, Stückliste, Ausrüstungsliste, Pläne als PDF, Bilder originaler PC-12, Katalogauszüge für Motoren und Fahrwerke), ein Klebesatz für die Fenster und das wichtigste; ein Stapel von "gelaserten" Sperrholzteilen.

Anfang Oktober 2010 habe ich mit dem Aufbau des Rohbaugerüstes dieses Modells angefangen.

Der Rumpf wird mit einer raffinierten Bauhelling in zwei Hälften aufgebaut. Die Spannten werden einfach in die Helling gesteckt und anschliessend mit den Kieferleisten verklebt. Diese Hälften werden anschliessend zusammengeklebt  und dann weiter "vervollständigt". So ergibt sich ein schneller Aufbau mit einem am Ende verzugsfreien Rumpf.

Die Tragflächen sollen mit je einem "halben Mittelteil" mit dem Rumpf verbunden werden. Darum weisst der Rumpf auf der Unterseite eine sehr grosse Ausnahme auf.

Ich habe die Sperrholzteile dieser Mittelteile mit möglichst grossen Erleichterungsbohrungen versehen um etwas Gewicht zu sparen. Das dürfte auch dann noch immer genügend stabil sein.

Im Rumpf und in den Mittelstücken sind massive Kieferleisten eingebaut, mit denen die Teile am Ende zusammengeschraubt werden. Damit die Bohrungen alle zueinander passen, habe ich diese im Zusammengebauten Zustand gebohrt.

So soll der Cockpitbereich gebaut werden. Wer ein Elektroantrieb vorsieht, müsste immer die Flügel abbauen um an die Antriebsakkus zu kommen... 

Ich habe darum in diesem Bereich ein abnehmbares Cockpit vorgesehen. Eine Zwischenplatte mit zusätzlichen  Abschlussspanten macht das möglich.

So sieht das Resultat aus. Wenn es fertig ist, soll dieser "Cockpit- Zugang" durch starke Magnete an seinem Platz gehalten werden.

Der fertige Rumpf. Im Hintergrund ist die Hilfshelling zu sehen, mit der die beiden Rumpfhälften aufgebaut wurden.
Die "Motorhaube" ist eine geniale Holzkonstruktion, die mit einem Hilfsgerüst gebaut wird, das am Ende einfach herausgebrochen werden kann, super Lösung.

Die Flügel werden mehrheitlich auf einem der Planblätter aufgebaut. Sie sind im Bereich des Hauptholm durchgängig mit Sperrholz verkastet, so dass mit der oberen und unteren Kieferleiste ein "Doppel- T-Träger" entsteht.

Die Tragflächen müssen ohne weitere Hilfsmittel, frei auf dem Plan liegend gebaut werden.
Dabei muss man aufpassen, dass die Rippen genau gegeneinander ausgerichtet werden, da die Flügel auch unten gewölbt sind (halbsymmetrisches Profil).

 

Die Bereiche in die das Hauptfahrwerk eingebaut werden, sind separat aufzubauen. Diese Sperrholzböden, eingezogen in die Tragflächen, sind die einzige Hilfe, bzw. Vorbereitung für den Fahrwerkseinbau...

Die vorgängig schon zusammengebauten Innensegmente für die Fahrwerke, werden dann mit den äusseren Teilen der Flächen verbunden und alle Kieferleisten verklebt.

Die Flügelsteckung wird mit Alurohren realisiert, die in die Verkastungen eingelassen sind. Ohne spezielle Massnahmen hat das perfekt gepasst, dank den präzisen Bauteilen.

Die Mittelstücke der Tragflächen werden jetzt "angebaut". Dazu werden die überstehenden Leisten der Tragflächen, in die jeweiligen Ausnahmen in den Mittelstücken geschoben, das passt "saugend".

Nach dem Verkleben hat man eine sehr stabile Verbindung zu den Flächenmittelstücken. Die V-Form der Tragfläche ergibt sich bauteilbedingt zwangsläufig.

Das Höhenruder und die Klappen werden direkt auf dem Bauplan aufgebaut und bereitet keine Probleme.

Auch das Seitenruder mit dem oberen Abschlussteil ist schnell gebaut.

Der Rumpf ist erstmals mit der Tragfläche verbunden. Endlich wird ersichtlich wie das ganze am Ende aussehen soll..., bzw. welche Partien mit Füllstücken "aufzufüllen sind", und den Übergängen entsprechend, verschliffen werden müssen.

Im Leitwerk sollen Stahlstifte für zusätzliche Festigkeit und die genaue Position zueinander sorgen. Hier verwende ich CFK- Rohre die sich besser verkleben lassen und deutlich leichter sind, bei annähernd gleicher Festigkeit.

Am 31.10.2010 war der Bau des Rohbaugerüstes weitgehend abgeschlossen. Hier endet auch die Bauanleitung von Aerobel, ab jetzt ist jeder Modellbauer auf sich selbst gestellt. 

Im Zeitraum vom 11.9. bis 31.10.2010 ist dieses "PC-12 Rohbaugerüst" entstanden, das augenscheinlich eine sehr gute Basis bietet, für den weiteren Bau einer originalgetreuen Pilatus PC-12.

Der weitere Bau des Modells

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Letzte Aktualisierung: 04. September 2011        

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