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               Aussenstandplatz und eine Tecnam P2002-JF
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Wie ich zur Fliegerei kam

Linksammlung

Aussenstandplatz und eine Tecnam P2002-JF

 

Ein Problem das immer besteht ist ein Standplatz für ein Flugzeug, insbesondere wenn es ein Hangarplatz ist. Auf fast allen Flugplätzen in der Schweiz gibt es lange Wartelisten, das heisst es ist kaum möglich zuerst einen Hangarplatz zu erhalten um dann ein Flugzeug zu kaufen. So war es auch bei mir. Obwohl ich mich in Lommis schon lange vor dem Kauf der HB-KOS auf die Warteliste gesetzt habe, Ist die Maschine im 2007 noch nicht im Hangar, auch wenn ich schon sehr weit vorne bin..., Sicher im 2007 steht die Maschine im Freien auf einem Aussenstandplatz.

Somit musste ich Massnahmen treffen, damit die Maschine gut geschützt ist vor den Unbilden der Natur. Das die Tecnam weitgehend aus Metall ist, war ein nicht unwichtiger Umstand beim Entscheid für dieses Modell. So ist die Witterungsbeständigkeit schon mal weitgehend gesichert. Trotzdem braucht es natürlich noch weitere Massnahmen die getroffen werden müssen.

Die im folgenden gezeigten Massnahmen haben sich schon unter extremen Bedingen bewährt und mögen auch für den einen oder anderen Lösungsmöglichkeiten für eigene Problemstellungen geben.

 

Abdeckungen Bodenverankerung Ruderblockade

 

Abdeckungen

Da schon von Anfang an klar war, dass die Maschine im Freien stehen wird, habe ich schon beim Kauf eine Kabinenhauben- Abdeckung geordert. Bei so einer Abdeckung ist wichtig, dass bei der Frontscheibe ein (auf-) gefütterter Bereich eingenäht ist (in meinem Fall eine Art schwarzes "Fliess"), das verhindert, dass Weichmacher (der Abdeckung) die Frontscheibe verspröden (wie mir gesagt wurde).
Wie zu sehen ist wird der ganze aufgesetzte Kabinenbereich aus GFK- Kunststoff, inklusive der Motorhaube abgedeckt. Damit können auch stärkste Regenfälle der Maschine etwas anhaben.

Da die Tecnam P2002-JF einen starren (lackierten) Holzpropeller aufweisst, habe ich mich belehren lassen, dass auch dieser vor der Witterung geschützt werden muss. Bei meiner Internetrecherche nach Hersteller die so eine Abdeckung anfertigen könnten, bin ich auf die Firma JAXIDA COVER gestossen. Sie fertigten nach eine Massskizze von mir eine exakt passende Propellerabdeckung, die den Propeller zukünftig vor der Witterung schützt.
Eine dritte Abdeckung war natürlich auch noch für das Pivot- und Statikrohr auf der linken Flügelunterseite nötig.

Das habe ich selbst gemacht aus zwei gedrehten Kunststoffhülsen, zwei Aluminiumplatten und einer Gewindestange mit zwei Stoppmuttern, die das ganze zusammenhalten. Rot gespritzt und mit einem kurzen Nylongurt versehen, der über einen Klettverschluss verfügt ist es schon fast fertig. Ein "remove before flight" Band vervollständigen das ganze.

Eine Skizze der Pivot- Abdeckung (76 kB) kann bei Interesse herunter geladen werden.

 

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Bodenverankerung
Das Verankern der Maschine war von Anfang an eines der wichtigsten Probleme die dauerhaft gelöst werden mussten. Zu Beginn machte ich das wie viele andere Piloten auch mit den bekannten "Spiralschrauben", die über eine Öse verfügen um eine Leine befestigen zu können.

In meinem Fall war das aber mehr als unbefriedigend, da ich diese Schrauben immer entfernen musste, damit niemand verunfallte wenn die HB-KOS nicht an ihrem Standplatz war.
Darum erdachte ich eine Möglichkeit eine feste, plan im Boden verankerte Fixierung zu realisieren.

In zwei massive (nicht ganz billige) Aluminiumscheiben, mit jeweils etwa 9kg Gewicht, fräste ich die nötigen Ausnahmen um die vier Spiralschrauben für die Bodenverankerung versenken zu können. Auch die Freistellung in der Mitte für den Haltebügel ist gefräst.

Von Hand musste ich die vier Schlitze aussen Einsägen, da ich am Ende feststellte, dass ich die Schrauben doch nicht durch die innere Bohrung einführen konnte... 

Ein gebogener, rostfreier Stahldraht mit einem Durchmesser von 6mm, wird von unten in einer Nute gelagert und beidseitig mit Aluminiumplatten fest verschraubt.

An dieser Öse wird der Karabiner des Abspannseiles eingehängt werden.

Die insgesamt acht Spiralschrauben (Länge 400mm) habe ich bei Flugbedarf Pirzkall GmbH gefunden (Dort laufen sie unter Erdanker).

Da diese Spiralschrauben oben eine Runde Öse aufweisen, sind sie in einem gedrehten, oben konisch vertieften Aluteil gelagert, um die Kräfte sauber einleiten zu können, in den Grundkörper.

Diese Konstruktion wird danach einfach in den Rasen versenkt fixiert und rund herum mit Erdreich zusätzlich "eingestampft".

So habe ich eine sehr sichere, stabile Bodenverankerung, die allen Naturgewalten gewachsen sein müsste. Das Erdreich selbst nimmt bei dieser Auslegung zusätzlich noch einen guten Teil der Seitlichen Kräfte auf, was die Verankerungsschrauben selbst sogar noch etwas entlasten.
Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass ich diese Verankerung jederzeit ohne grossen Aufwand versetzten kann...

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Ruderblockade
Da die Tecnam P2002-JF selbst keine Möglichkeit bietet die Ruder zu fixieren, damit die Quer- und das Höhenruder nicht unkontrolliert im Wind herumschlagen werden, suchte ich eine Lösung. Das einfachste Lösung ist natürlich den Steuerknüppel mit den Sitzgurten im gezogenen Zustand einfach zu fixieren.
Damit ist aber das Höhenrunder im voll gezogenen Zustand fixiert. Eine starke Windböe von vorne, könnte jetzt also das Heck herunterdrücken, die Flügel bekämen eine viel grössere Angriffsfläche, und die Bodenverankerung würde möglicherweise überlastet..., das soll verhindert werden.

Mit dem unten gezeigten Holz und den daran befestigten Bändern, kann man den Steuerknüppel ohne grossen Aufwand in der Mittelstellung, in gestossenem Zustand (Höhenruder) fixieren. Als Halter dient hier der Griff unter dem Armaturenbrett, an dem man sich festhalten kann, wenn man sich mit dem Sitzt in die vordere Position verschiebt.
Nun wird bei einer frontalen Böe die Maschine erst recht auf das Bugrad gedrückt, somit kann die Bodenverankerung zusammen mit den Radbremsen die Maschine sehr gut halten, da es zu keiner plötzlichen Vergrösserung der Angriffsfläche kommen kann, wie wenn das Heck herunter gedrückt würde.

Zusätzlich werden die Ruder sicher fixiert, wenn umspringende Winde die Ruderklappen bewegen wollten. So können die Ruderlager von Höhen- und Querruder nicht ausgeschlagen werden, vom Wind.

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Letzte Aktualisierung: 08. Juli 2007        

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