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In den Jahren 1997 bis 2004 habe ich zum Themenkomplex
"Ezechiel und Fluggeräte- Rekonstruktionen" diverse eigenen
Überlegungen mit Referaten präsentieren können, die auch
veröffentlicht sind (in A.A.S. Tagungsbänden). Seit dem hat sich meine
Überzeugung, was die Wahrscheinlichkeit einer realen Begegnung des Propheten
Ezechiel mit einem Fluggerät an geht, so stark verringert, dass ich meine
eignen Rekonstruktionsüberlegungen nicht mehr weiter verbreiten werde.
Darum habe ich die betreffenden Referate auch aus meinem Web entfernt. Was
aber nach wie vor stimmig ist ,und hinter dem ich nach wie vor stehe, ist
meine Kritik an der bekannten Rekonstruktion die von Her Blumrich "in
die Welt gesetzt wurde". Es geht dabei nicht um die Frage, ob jetzt
der Prophet das wirklich gesehen hat, oder alles doch nur als Vision
gesehen werden muss. Ich stützte mich bei meiner Kritik einzig auf die
von Blumrich vorgegebenen technischen Daten und der (physikalischen)
Tatsache, dass es so nicht funktionieren kann! Christian
Forrer Januar 2010 |
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Ab dem Kapitel 40,
beschreibt der Prophet Ezechiel, wie er von „der Hand Gottes“ auf
einen hohen Berg gebracht wurde. Dort traf er eine Person, mit der er
einen grösseren Gebäudekomplex besichtigt hat.
Mit einer Messrute und einer leinenen Schnur, wurde dabei auch gleich der
Grundriss aufgenommen, um in der Bibel von Kapitel 40 bis etwa Kapitel 44,
sehr exakt wiedergegeben zu werden.
Der Tempel des Ezechiel, nach Hans
Herbert Beier

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
Nach diesen Texten hat Herr Beier die hier vorliegende Rekonstruktion
erarbeitet (Buch: "Kronzeuge Ezechiel" von Hans Herbert Beier). Das auffälligste
Gebäude ist der Hauptbau, der nicht über ein Dach verfügt, sondern nach
oben hin offen ist wie eine Arena. Auffällig sind hier die Mauerdurchbrüche
auf drei Ebene des Gebäudes. Seitlich
davon finden sich zwei flache, abgestufte Komplexe, die als „Kasernen“
bezeichnet werden. Östlich
vor dem Hauptgebäude, erstrecken sich zwei Höfe, die durch insgesamt
sechs Torbauten zugänglich sind. Eingefasst
wird das 275 mal 275 Meter grosse Areal, durch eine hohe Mauer.
Zu erwähnen ist noch ein flacher Bau
hinter der Hauptgebäude.
Der ganze Komplex passt von seinem Aussehen her, nicht so ganz zu den
heute bekannten Tempeln und Paläste, die aus dieser Epoche bekannt sind.
Sowohl die Theologie, wie auch die religiösen Vertreter von Juden und
Christen, sind der Meinung es handle sich dabei um einen, oder den, zukünftigen
Tempel im heiligen Land Israel.
Gefunden hat man bis heute noch keine Anlage, die mit diesen
Bibelbeschreibungen zusammenpasst. Das ist natürlich ein wichtiger Punkt
der die Hypothese stützt, das Ezechiel nur die Vision eines zukünftigen
Tempels hatte. Andererseits muss man sich fragen wie es kommt, dass diese
„Vision“ so detaillierte Massangaben, in so einem grossen Umfang, enthält.
Das widerspricht doch eigentlich allen bekannten Regeln, soweit man von
Regeln sprechen kann, die Visionen kennzeichnen. Visionen mögen genaue
Beschreibungen von Örtlichkeiten, Landschaften, oder Gebäuden enthalten.
Wo aber ist eine „Vision“ bekannt, die so genau ist, dass es möglich
wird einen masshaltigen Grundriss zu zeichnen? Gleichzeitig spricht
Ezechiel ausdrücklich davon, dass er das selbst real erlebt habe!
Andererseits
entspricht die Anlage in keiner Weise dem Tempel von Jerusalem. Dieser ist
mit einer klar erkennbaren Hauptachse konzipiert und ist deutlich sichtbar
länglich ausgeführt.
Es existieren keine Gemeinsamkeiten zu den Beschreibungen des Tempels von
Jerusalem, wie sie bei „Könige 1, Kapitel 6“ beschrieben werden, nämlich
dem Tempel Salomon.
Der
„Salomonische Tempel“ in Jerusalem nach
1. Könige 5-8 und Chronik 3-6

Der Prophet
Ezechiel schreibt in der „ich Form“ vom Besuch einer Anlage, die er
anschliessend genau beschreibt. Ob es sich um einen fiktiven, zukünftigen
Tempel handelt der als Vision verstanden werden muss oder ein
tatsächliches Bauwerk, das der Prophet selbst gesehen hat, wird hier
nicht weiter behandelt.
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Die Tempel-
Rekonstruktion von Hans Herbert Beier wäre ohne den, schon etwas früher
veröffentlichten Rekonstruktions- Versuch von Josef F. Blumrich kaum zu
einem so hohen bekanntheits- Grad gekommen (Bücher:
"Da tat sich der Himmel auf" von J. F. Blumrich, "Kronzeuge
Ezechiel" von Hans Herbert Beier).
Die
Blumrich- Fähre "Version 3"

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
Links, in einer Erdumlaufbahn, bereit
für die
Landung
Rechts, gelandet in der Wüste
Diese Fähre, mit
den vier Hubschraubereinheiten, entwickelte sich zu einem Meilenstein in
der Paläo- SETI- Forschung. Sie soll in der Lage sein, aus einer
Umlaufbahn heraus auf der Erde zu landen und auch wieder eine solche zu
erreichen.
Der Rumpf weisst eine charakteristische Form auf, die eine starke
Bremswirkung bei einer Landung auf der Erde entfaltet, wenn die Fähre in
die Atmosphäre eintaucht. Während dem Bremsmanöver in der Atmosphäre,
sind die vier Hubschrauber- Säulen nach oben, über den Rumpf geschwenkt.
So sind diese gut geschützt vor den sehr heissen, verdrängten
Luftmassen, da sie sich im Windschatten des Rumpfes befinden. In den
unteren dichteren Luftschichten, wird dann das am unteren Ende des Rumpfes
befindliche Raketentriebwerk gezündet. Damit wird die Fallgeschwindigkeit
bis auf Null reduziert. Nun können die Hubschraubersäulen nach unten
geschwenkt und die Rotoren entfaltet werden.
Wenn die Hubschraubereinheiten sich in Arbeitsposition befinden, soll die
Fähre in der Lage gewesen sein, wie ein Hubschrauber auf der Erde zu
fliegen. Das zentrale Triebwerk unten am Rumpf, wird nur für den Flug in
eine Erdumlaufbahn benötigt und zum verzögern nach der aerodynamischen
Bremsung in der Atmosphäre, bis zum Stillstand in der Luft. Für den Flug
auf der Erde selbst, sollen ausschliesslich die Rotoren verwendet worden
sein.
Die Grösse dieser
Fähre lässt sich nur schwer begreifen. Hier die Daten der letzten
Version von Herr Blumrich. Der Rumpf- Durchmesser von 32 Meter kann man
sich mit einem Vergleich etwas besser verständlich machen;
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Rotor
ø jeweils:
10 Meter
Max.
Abfluggewicht:
220 Tonnen
Nutzlast:
5 Tonnen
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Stellen sie sich
einen grösseren Wohnblock mit quadratischer Grundfläche vor, der über
sieben Stockwerke verfügt. Auf jeder Etage, hat es vier Wohnungen, die
jeweils ein viertel des Stockwerks nutzen. Das
gibt einem vielleicht eine gewisse Vorstellung davon, wie gross diese Fähre
eigentlich sein würde. Die angegebenen 5 Tonnen Nutzlast, muten da schon
etwas wenig an.
Ganz anders die Hubschrauber- Leistung von 120'000 PS. Diese entspricht
etwa der Gesamtleistung von 90 bis 100 modernen Hubschraubern, wie man sie
heute regelmässig sieht!
Den eigentlichen Siegeszug traten diese, ursprünglich unabhängig
voneinander entstandenen Theorien, aber erst an als sie zusammengeführt
wurden. Der
„Beier-Tempel“ hat zusammen mit der „Blumrich- Fähre“ grössere
Bedeutung erlangt und das, obwohl er wie schon gesagt, bisher noch an
keinem Ort der Erde lokalisiert werden konnte.
Das Verblüffende an
diesen ursprünglich einzeln entstandenen Theorien liegt darin, dass die Fähre
beinahe nahtlos in das Tempelheiligtum hineinpasst! Es
scheint fast so, als ob hier, in diesem Tempel, die Operations- Basis für
die „Blumrich- Fähre“ zu finden sei.
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Hier
in diesen Bildern wird die Landung der Fähre im Tempel dargestellt:

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
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In
den tieferen Luftschichten zündet die Fähre ihr Haupttriebwerk am
unteren Ende des Rumpfes und bremst den freien Fall bis zum Stillstand
ab.
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Sobald
sich die Fähre im Schwebeflug befindet, getragen von ihrem
Schubstrahl, werden die vier Hubschraubersäulen nach unten
geschwenkt.
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Nun
können die Rotoren entfaltet, und die Hubschrauber gestartet werden.
Sobald sie das volle Gewicht der Fähre tragen können, wird das
Haupttriebwerk deaktiviert und die Fähre setzt ihren Sinkflug mit den
Hubschraubern fort.
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Beim
Anflug muss die Fähre in eine günstige Position zur Landestelle
gedreht werden. Es werden auch die Landestützen unten an den
Hubschraubersäulen ausgefahren.
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Die
Landung im Tempel ist eine hochpräzise Sache, je tiefer die Fähre in
das Gebäude eintaucht.
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Die
Rotorsäulen und die Rotoren, haben gerade noch genug Platz, zwischen
dem inneren Mauern.
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Die
Fähre als ganzes hat nicht sehr viel Spielraum zu den Mauern
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Gelandet
ragt der unterste Teil des Rumpfes in den inneren Teil des Gebäudes.
So wird der glühende Kühler am unteren Ende des Rumpfes etwas von
den Mauern nach aussen etwas abgeschirmt. Die Rotorblätter werden
nach der Landung nach unten, respektive oben geklappt, um sie so aus
dem Bereich des nachglühenden Kühlers zu bekommen.
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Dies
ist in kurzen Worten, das Konzept der beiden zusammengeführten Theorien;
nämlich der Beier- Tempel, der als
Basis für die Blumrich- Fähre dienen soll.
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Probleme
der Blumrich- Fähre
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Herr Blumrich hat
mit seiner Arbeit ein scheinbar stimmiges Konzept erarbeitet.
Blumrich- Fähre Version III, mit Grössenvergleich

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
All dem zum Trotz,
muss ich aber hier sagen, dass es insbesondere bei dem
Hubschrauberantrieben mehrere Dinge gibt, die entweder nicht mit den
Beschreibungen des Propheten übereinstimmen, oder schlicht weg, so nicht
zu realisieren sind aufgrund physikalischer Gesetzte. Ein
Kritikpunkt sind die Rotorblätter der Hubschrauber.
Im Vers 11 des
ersten Kapitels heisst es:
Und ihre Flügel
waren nach oben hin ausgespannt bei allen vieren (gemeint
sind nach Blumrich die Rotorblätter); bei einem
jeden berühren sich zwei Flügel mit denen der anderen, während zweie
ihre Leiber bedecken.
Der erste und
letzte Teil dieses Verses lassen sich sehr gut mit der Blumrich- Fähre in
Einklang bringen. Unzweifelhaft, sind die Rotoren waagerecht
„ausgespannt“ wenn sie in Betrieb sind, auch bedecken jeweils zwei Flügel
den „Leib“, dass heisst ihre Rotorsäule, wenn zwei der Blätter nach
unten geklappt sind.
Der mittlere Teil des Verses ist aber nicht erfüllt. Es ist unmöglich,
dass sich ein oder auch zwei Flügel gegenseitig berühren können, weil
die Rotoren dazu viel zu weit voneinander entfernt sind.
Ein weiterer Punkt sind die Räder die
vom Propheten beschrieben werden.
Im Vers 1/16 heisst
es am Schluss:
...und sie waren
so gearbeitet, als wäre je ein Rad mitten in dem anderen
und weiter im Vers
1/17:
Sie konnten nach
allen vier Seiten gehen, ohne sich im Gehen zu wenden...
Anhand dieser
Beschreibungen, hat Herr Blumrich sein bekanntes „Segmentrad“
konstruiert, für dessen Prinzip er auch ein „US Patent“ beantragte,
und es auch erhielt.

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
Hier drehen sich
einzeln angetriebene Rollen, die am Umfang des Rades angeordnet sind,
unabhängig voneinander um sich selbst. In Kombination mit der
„normalen“ Rollbewegung des Rades, sind Bewegung in jede beliebige
Richtung möglich.
Es ist ein raffiniertes Konzept. Trotzdem bin ich der Meinung, es passt
nicht auf die Beschreibung in der Bibel. Es wird ausdrücklich von zwei
Rädern gesprochen und nicht davon, „es funktioniere wie zwei Räder“!
Die Rollen am Umfang, würden von Ezechiel aber kaum mit einem Rad in
Verbindung gebracht werden, da er Rollen für den Transport von schweren
Lasten sicher gekannt hat.
Dazu kommt noch, dass Herr Blumrich keinen konkreten Grund für die
Existenz, eines so anspruchsvollen Fahrwerk nennen kann. Seine Annahme,
dass damit die Fähre nach einer Landung, zur Feinabstimmung von
Funkverbindungen am Boden, manövrieren können musste, ist mehr als weit
hergeholt.
Dabei soll es der Fähre nach der Landung möglich gewesen sein, an einen
anderen Punkt zu Fahren, um die Funkverbindung mit einer Bodenstation
aufnehmen zu können. Wenn man bedenkt was schon heutige Handys und
tragbare Funkeräte leisten können, ist dies mehr als unwahrscheinlich.
Auch schon in den 70er Jahren wäre das kein stichhaltiges Argument.
Dazu kommt jetzt noch das immense Gewicht, welches jedes Rad tragen muss,
nämlich mindestens 30 Tonnen pro Rad! Die Belastungen die dadurch auf den
Boden übertragen werden müssen sind immens.
Die maximale Traglast für einen bei uns in Europa üblichen
Lastwagenreifen, wird heute mit etwa 10 bis 12 Tonnen angegeben, was
schon sehr viel ist. Dabei ist die verfügbare Kontaktfläche zum Boden um
ein vielfaches grösser als beim Blumrichrad.
Hier ist die Lauffläche
sehr klein, weil sich die Rollen auch um sich selbst drehen müssen, um
die geforderte Funktion erfüllen zu können. Das ist oben, im rechten
Bild, sehr gut zu sehen.
Mann kann es drehen
und wenden wie man will, selbst wenn es möglich wäre, die Funktion eines
solchen Rades, bei diesen hohen Belastungen zu realisieren, würde allerhöchstens
ein massiver Felsuntergrund den enormen Flächenpressung der vier Räder
standhalten. Auf jedem anderen Boden würde sich die Fähre unweigerlich
eingraben und stecken bleiben. Im Vergleich zu einem Jumbo Jet, der Boeing
747, würde die Bodenbelastungen um ein Vielfaches höher sein und schon
ein Jumbo könnte kaum auf einer normalen Strasse rollen, ohne diese
stark zu beschädigen.
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Der wichtigste
Aspekt aber, warum ich davon überzeugt bin, dass der Prophet Ezechiel
keine Raumfähre gesehen hat, wie sie von Josef F. Blumrich rekonstruiert
wurde, sind die Hubschrauberantriebe.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es gar nicht möglich
ist, die geforderten Hubleistungen, mit diesen Rotoren, zu erzeugen! Jeder
Rotor müsste mindestens 35 bis 40 Tonnen Auftrieb liefern, damit die Fähre
überhaupt sicher vom Boden abheben könnte!
Heutige (2004) Hubschrauber die vom Rotordurchmesser her um die 10 bis 15 Meter liegen,
(wie hier der Eurocopter unten links), haben keinesfalls die geforderten
Hubleistungen, die nach Blumrich nötig währen.

Die grossen
Modelle, auch „Kranhubschrauber“ genannt, kommen mit maximal 56 Tonnen
bei der russischen „Mil Mi-26“ schon
eher in den Leistungsbereich der für die Blumrich- Fähre nötig ist.
Auch der bisher Weltgrösste Hubschrauber, die Mil Mi-12, weisst ein
beachtliches Abfluggewicht auf.
Aber mit was für Rotoren haben wir es bei diesen gewaltigen Hubschraubern
zu tun! 30 oder mehr Meter im Durchmesser, bei bis zu acht Blätter pro
Rotor!
Hier scheint eine gewaltige Lücke zu klaffen, in anbetracht der Tatsache,
dass die Rotoren an der Blumrich- Fähre nur 10 Meter im Durchmesser
aufweisen sollen. Und das bei „nur“ vier Blätter pro Rotor.
Nun, Herr Blumrich
hat in seinem Buch die erreichbare Hubleistung mit einer Formel exakt
berechnet, also müsste alles im grünen Bereich sein, könnte man denken.
Leider muss ich ihm aber den Vorwurf
machen, dass die angewandte Berechnungsmethode so überhaupt nichts
beweisst. Er hat die effektiv nötige Leistung berechnet die notwendig
ist, um die Fähre starten zu können.
Soweit so gut. Er hat aber nicht nachgewiesen, dass es möglich ist, die
erforderliche Leistung auch wirklich in der Luft umzusetzen, geschweige
denn die Verluste von Antrieb und Rotoren zu kompensieren! Das Resultat
stimmt zwar, die Formel zeigt aber nicht auf, ob die errechnete Leistung
auch wirklich umgesetzt werden kann in der Luft!
Ich gehe sogar soweit,
dass ich sage, es ist unmöglich mit Rotoren von nur mal 10 Meter im
Durchmesser, so grosse Auftriebswerte zu erzeugen.
Folgendes einfaches
Beispiel soll das verdeutlichen:
10'500 PS
genügen, um ein Auto mit einer Tonne Gewicht (Kleinwagen), in 5
Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 1000 km/h zu beschleunigen.
Mathematisch- physikalisch ist das absolut korrekt. Es ist damit aber
nicht bewiesen, dass es möglich ist, einen solchen Antrieb zu
verwirklichen! Ich denke jedem ist klar, dass es unmöglich ist, eine so
gewaltige Leistung mit Rädern auf die Strasse zu bringen. Die Räder würden
unweigerlich durchdrehen und die Reifen in Rauch auf gehen. Aber
keinesfalls würde die Geschwindigkeit 1000 km/h betragen nach 5 Sekunden,
auch nicht mit einem Formel 1 Rennwagen.
Bei der Blumrich- Fähre
kommt aber noch ein weiterer Umstand dazu; nämlich die denkbar schlechte
Anordnung der Rotoren an der Fähre, in Bezug auf den Rumpf.

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
Der Rumpf deckt
nach oben hin die Rotoren ab (Bild oben rechts). Im Schwebeflug wird die
Luft von oben angesaugt und nach unten beschleunigt. Da dies aber durch
den Rumpf über mehr als die Hälfte
der Drehkreise behindert ist, wird sich vermutlich eine ungleichmässige
Strömung um die Rotoren ausbilden. Wenn
die Blätter unter dem inneren Teil des Rumpfes sind, werden sie nur
schlecht angeströmt, im Gegensatz zu der äusseren Partie des
„Drehkreises“. Eine solche ungleichmässige Belastung müsste fast
zwingend zu Vibrationen führen.
Aber auch im horizontalen
Flug, ist die Anordnung der Rotoren nicht gerade als optimal zu
bezeichnen. Klar dürfte sein, dass in jedem Fall an der Leistungsgrenze
der Hubschrauber gearbeitet wird mit den Rotoren, wenn man mal annimmt,
sie könnten die erforderlichen Leistungen auch wirklich umsetzten. Das
heisst eine ungünstige Beeinflussung, ist auf alle Fälle zu vermeiden.
Schauen wir uns dazu die beiden unteren Bilder etwas genauer an an.
Wenn sich die Fähre aus dem Schwebeflug heraus, langsam in Bewegung
setzt, wird der Rumpf vom immer schneller werdenden Fahrtwind umströmt.
Am Anfang, bei niedriger Geschwindigkeit, kann die Luft dem kreisförmigen
Rumpfquerschnitt noch folgen. Aber ab einer gewissen Geschwindigkeit, wird
sich die Strömung, auf der Fahrtwind abgewandten Seite, immer stärker
ablösen und es entsteht eine immer grösser werdende Zone, von
verwirbelter Luftmassen hinter dem Rumpf.
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Im Flug verursachen
auch die arbeitenden Rotoren um sich herum, eine Luftströmung. Wie diese
verschiedenen Faktoren zusammen wirken, lässt sich so kaum sagen. Klar
ist aber auf alle Fälle, dass es sich kaum vermeiden lässt, dass
entweder ein Rotor komplett (rechts zu sehen) oder zwei Rotoren teilweise
in verwirbelter, turbulenter Luft drehen (wie hier links zu sehen)!
Nun ist es aber so, dass in turbulenter Luft, der erzeugbare
aerodynamische Auftrieb drastisch abfällt! Im Extremfall bricht er
komplett zusammen. Ein solcher Effekt, wäre aber tödlich für ein
Raumschiff, bei dem die Rotoren auf alle Fälle im Grenzbereich des Möglichen
arbeiten würden!
Es ist noch anzumerken, dass es kaum möglich ist die Flugrichtung immer
so zu wählen, dass die Rotoren möglichst wenig in der turbulenten Zone
des Rumpfes, oder eines anderen Rotormasten arbeiten kann. Bei einem Fluggerät muss immer damit
gerechnet werden, dass unvorhergesehene Flugzustände eintreten können.
Gerade bei einem so symmetrisch aufgebauten Fluggerät, wie der Blumrich-
Fähre, ist damit zu rechnen, dass ungewollt eine Drehung um die
Hochachse, durch äussere Einflüsse, hervorgerufen werden kann. Das kann
durch den Wind, Böen, Turbulenzen oder durch ein unvorhergesehenes
Flugmanöver geschehen.
Aber sehen wir
weiter; Herr Blumrich geht davon aus, das diese Fähre im unteren Bereich
des Rumpfes von einem grossen Kühler bedeckt sei. Er gibt eine Arbeits-
Temperatur von 1000 bis 1300 Grad Celsius an.
Er geht hier also davon aus, dass unten am Rumpf ein hell leuchtender
Kühler arbeitete, der einen erheblichen Teil des Rumpfes bedeckt.
Warum aber frage ich mich,
ist überhaupt ein Kühler nötig, der offenbar gewaltige Abmessungen
aufweisen muss? Hier wird eine riesige Wärmeleistung einfach in die
Umwelt abgegeben. Warum?
Was kann eine hoch entwickelte, technologische Kultur dazu veranlassen,
grosse Mengen an Energie einfach so als Verlust abzuschreiben? Bei einer
so hoch entwickelten Technologie sollte es doch möglich sein, ein
Energiesystem zu entwickeln, welches nicht so gewaltige Mengen an
Verlustleistung erzeugen muss, um sicher arbeiten zu können!
Wie einige einfache Berechnungen zeigen, ist davon auszugehen, dass
Energien im Megawatt- Bereich aufgewendet werden müssen, um ein solchen
Effekt zu erzielen, wie der von Blumrich angenommene. Je
nach Material, schwankt die nötige Leistung, um einen Teil des Rumpfes
zum glühen zu bringen. Ich spreche hier von einer möglichen Bandbreite
von 1 bis 37 Megawatt, je nach verwendetem Material am Kühler. Wenn eine
gute Wärmeleitung des Kühlers gewünscht wird (was normalerweise das
Ziel ist), sind es eher 20 bis 30 Megawatt, als 1 bis 10 Megawatt.
Damit bewegen wir uns im
Leistungsbereich von Mittelgrossen bis grossen Flusskraftwerken, wie sie
zum Beispiel in der Schweiz, Österreich und Deutschland zu finden sind!
Im Zusammenhang mit
dem Kühler stehen auch die Rotorblätter der Hubschrauben. Nach Blumrich
soll mit dem nach, oben respektive nach unten klappen der Rotorblätter
nach einer Landung, ein aufheizen der Blätter durch dem Kühler
vermindert werden.
Die nach innen zum Kühler zeigenden Blätter sollen demnach oben klappen
und so aus dem Bereich der Wärmestrahlung kommen. Diese Massnahme ist
aber untauglich! Das zeigen einmal die Ergebnisse der zu erwartenden Wärmeabgabe
und auch der Umstand, dass die heisse, erwärmte Luft, nach oben steigt
und somit der Rumpfwölbung folgt. Auch wird die Strahlungsenergie nach
allen Seiten abgegeben, also auch schräg nach oben in Richtung der
hochgeklappte Rotorblätter! Diese müssen sich schon nach wenigen Minuten
sehr stark erwärmen.
Die Begründung das die Rotorblätter aufgrund des Kühlers, nach oben und
unten geklappt werden, ist damit stark in Zweifel gezogen. Der einzige
Aspekt der ein solches schwenken der Blätter noch nötig macht, ist der
geforderte Vorgang „des nach oben schwenken“ der ganzen Hubschraubersäulen,
für die atmosphärische Bremsung beim eintreten in die Lufthülle der
Erde. Das kann aber auch geschehen, wenn die Blatter alle nach
oben, oder alle nach unten geklappt werden.
Man fragt sich
wirklich, warum aus technischer Sicht ein solcher Kühler nötig sein soll.
Auch muss das paarweise nach oben und unten falten der Rotorblätter in
Frage gestellt werden, da eine solche Funktion nur im Zusammenhang mit
einem heissen Kühler entstanden ist.
Insgesamt gesehen, gibt es
keinen Grund für einen solchen Kühler; ausser dem, das Blumrich ihn benötigt,
um mit den Beschreibungen des Propheten in Einklang zu kommen. Nur damit
erfüllt er den Vers 13 von Kapitel 1. Dort heisst es am Anfang:
Und zwischen
den lebenden Wesen war es anzusehen wie wenn feurige Kohlen brennten...
Der wichtigste
Umstand, der gegen das Zusammenführen der Blumrichfähren- und der Beier-
Tempel- Rekonstruktionen
spricht, ist die Tempellandung der Fähre. Das zentrale Heiligtum, in dem
die Fähre landen soll, ist, als oben offene Arena gebaut. In den oberen
2/3 des Gebäudes, sind in den Wänden Fenster eingelassen. Diese sollen
die verdrängten Luftmassen bei einer Landung der Fähre ableiten.

Bildliche Umsetzung: Ch. Forrer
Im gelandeten
Zustand haben die Rotoren nur noch 1 Meter Abstand zu den Mauern!
Die Rotoren erzeugen einen gewaltigen, nach unten beschleunigten
Luftstrom. Je weiter die Fähre in den Tempel eintaucht, umso weniger
Fenster stehen für den Abtransport der Luftmassen zur Verfügung. In
einer Flughöhe von etwa 3 bis 4 Meter, gibt es für die Luftwirbel
unterhalb der Rotoren keine Möglichkeit mehr, seitlich zu entweichen.
Zwangsläufig wird die Luft zurückgeworfen und sorgt so für
unberechenbare Turbulenzen.
Ja es ist sogar so, dass jetzt auch über die Fenster, die eigentlich dazu
dienen sollen die Luftmassen abzuleiten, zusätzliche Luft angesaugt wird
um nach unten in das Gebäude gedrückt zu werden! Dort kann die Luft aber
nicht mehr so einfach entweichen, was zu Turbulenzen und Wirbel führt,
die sich gegenseitig immer stärker aufschaukeln werden.
Wie schon einmal
erwähnt, kann in turbulenter Luft kein, oder nur sehr wenig Auftrieb
erzeugt werden kann. Je tiefer die Fähre in den Tempel eintaucht, desto
problematischer sieht die Luftströmung um die Rotoren und der Fähre
herum aus. Der Deckel wird sozusagen „geschlossen“. Zusätzlich müssen
diese massiven Wirbel auch dazu führen, dass die Fähre immer stärker
herumgeworfen wird, je weiter sie in das Gebäude eintaucht. Es steht
einfach nicht genug Raum zur Verfügung, um einen kontrollierten Luftstrom
um die Rotoren zu gewährleisten!
Es darf wohl gesagt
werden, dass die Landung einer solchen Fähre, in einem solchen Gebäude
kaum möglich erscheint. Ich persönlich vertrete ganz klar den
Standpunkt, dass es so unmöglich ist.
Für mich ist klar,
das die Fähren- Rekonstruktion von Herr Blumrich so nicht mehr weiter
haltbar ist.
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