Logo Home
     Archäologie und Paläo- SETI
         
Fragezeichen in der Paläo- SETI
               Kernbohrungen
Archäologie und Paläo- SETI

Fragezeichen in der Archäologie:

Kernbohrungen


  

 

Was ist eine Kernbohrung?

Wie sehen die gefundenen Kernbohrungen aus?

Wie werden sie erklärt?

Animation Kernbohrungs- Prinzip

 

Abusir ist eine Fundstelle die 11 Kilometer südlich von Kairo liegt. Verfallene Pyramiden und  Sonnenheiligtümer bilden hier ein grosses, unübersichtliches Trümmerfeld. Der untere Panoramaschwenk ist von der Pyramide des Sahure aufgenommen. Zwischen diesen Blöcken finden sich auch solche die eben die genannten Kernbohrungen aufweisen...

Zwischen diesen Blöcken liegen sie, die Blöcke mit den besagten Kernbohrungen.

 

  

Was ist das besondere an diesen Bohrungen?

Die heutige Technik der Kernbohrung wurde 1876 von Alfred Brandt entwickelt. Dabei wird mit einem „Rohr“, das unten mit einem „Schneidmaterial“ besetzt ist, ein Zylinder aus dem Gestein „gefräst/geschliffen“.

Den Ägyptologen nach wurden diese Bohrungen mit Kupferrohren (zu dieser Zeit) und einem Schleifmittel (z.B. Quarzsand), in die Steine (hier Granit) gebohrt. Bei Untersuchungen hat man in solchen Bohrungen Kupfer und Rückstände von Quarzsand gefunden. Solche Kernbohrungen sind in Ägypten nicht selten. Man findet sie überall, an einigen Orten in grosser Zahl.

Wenn keine durchgehende Bohrung erstellt wird, kann man den stehen gebliebenen Kern in der Mitte, mit einem Schlag vom Untergrund lösen und anschliessend entfernen. Darum auch die Bezeichnung "Kernbohrung"...
 

 

 

Um ein Klemmen des Bohrkopfs zu verhindern, muss das Ende des Bohrers breiter sein als das übrige Rohr. Die nebenstehende Grafik soll das etwas verdeutlichen. Noch besser allerdings kommt das in meiner Computer- Animation zum Ausdruck.

Animation Kernbohrung (mpeg 1) 7.8 MB


Copyright ©, Christian Forrer, alle Rechte vorbehalten

 
Die folgenden Bilder zeigen im Detail wie das Ausschaut. Der folgende Block ist ein Paradebeispiel um zu zeigen wie die fertigen Bohrungen aussehen und was für Spuren man erkennen kann, die auf den Bohrvorgang zurückzuführen sind.

Da bei diesem Block die Ecke beschädigt ist, kann man sehr gut die Bearbeitunkspuren und den Reststumpf am Grund des Bohrlochs erkennen. Schon der Vergleich mit den Fingern gibt einen Eindruck davon, wie gross diese spezielle Bohrung ist (es gibt aber auch solche die deutlich grösser sind mit 100mm und mehr im Durchmesser).

Diese Bohrungen haben einen Durchmesser von ~50 bis ~70 Millimeter (hier eine mit ca. 50mm Durchmesser). Sie weisen konzentrische Rillen auf, die, in nicht ganz regelmässigen Abständen, mehrere Zehntelmillimeter tief in den Granit eingekerbt sind.

Ein „Bohr-Rohr“ muss also etwa so ausgesehen haben:

Das hier angeschaute (ausgebrochene) Loch ist etwa vier mal tiefer als sein Durchmesser, so ergeben sich die 200 mm Bohrlänge. 
Damit erhalten wir, bei Berücksichtigung der Vorgaben der Ägyptologen, ein dünnwandiges Kupferrohr mit den nebenstehenden Grössenverhältnissen.

Frage:

Wie entstanden die gut erkennbaren Rillen im Stein?

 

Antwort (der Ägyptologen):

Wenn ein Schleifkorn oder ein Steinsplitter beim „Bohren“ am Umfang mitgerissen wurde, konnte eine solche Rille entstehen. So entstanden in unregelmässigen Abständen Rillen.

 

Ist das die Erklärung für diese Rillen? Kupfer ist von Natur aus sehr weich. Das Metall lässt sich nicht wie Stahl härten, es ist nur möglich, die Oberfläche etwas zu verfestigen. Die Härte reicht meiner Meinung nach kaum aus, um ein Korn am Umfang lange mitzureissen. Sehr viel schneller wäre das Korn im Metall selbst „eingebettet“. 

Ich könnte mir vorstellenh, dass die dabei entstehenden Kräfte für ein so dünnes Kupferrohr schnell zu gross würden. Dadurch könnte es zu Verformungen kommen.

Bei diesen Bohrungen drehen sich viele Fragen um die unten stehenden Punkte:

  • Wie wurden solch dünnwandige Kupferrohre hergestellt?

  • Wie schnell wird das Kupfer vom Schleifmittel abgetragen?

  • Wie lange behält der Bohrer seine Form (Verschleiss/Bohrung, vor allem im harten Granit)?

  • Kann ein Kupferohr mit damaligen Mitteln so rund wie benötigt hergestellt werden?

  • Wie gross ist der Zeitaufwand für eine solche Bohrung?

  • Wie wurde der Bohrer stabilisiert und geführt?

Fakt ist jedenfalls, die Ägypter haben solche Bohrungen in allen möglichen Bauwerken immer wieder ausgeführt, ohne grosses Aufhebens davon zu machen. Bestes Beispiel ist ein Rosengranitblock im Totentempel der Mykerinos- Pyramide. Hier ist ebenfalls eine wunderschöne, grosse Kernbohrung zu bewundern. Aber auch bei kleinen Gegenständen, wie einer "Schale", die im Ägyptischen Museum zu sehen ist wurde dieses Verfahren offenbar angewendet. Die Technik und Werkzeuge können mit Sicherheit als ausgereift angesehen werden. Die Frage ist wohl eher ob wir wirklich schon die "richtige Methode" entdeckt haben, die auch die alten Ägypter verwendet haben.

Ich kann hier keine Antworten gegeben, aber im Internet finden sich viele Lösungsvorschläge wie es gewesen sein könnte, sowohl von solchen die "klassische Ansichten" vertreten aber auch solche die nicht gerade mit den Meinungen der Ägyptologen konform gehen. Die Bilder jedenfalls sollten zumindest die Ausgangslage etwas verdeutlicht haben, was diese Diskussionen immer wieder auslöst...

 
 

nach oben

 


Letzte Aktualisierung: 02. Januar 2009        

Kontakt

Copyright ©, Christian Forrer, alle Rechte vorbehalten