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Millenium, die "Elektro 2-mot"

Eigenkonstruktion, die Millenium als Verbrennermodell, Artikel im FMT 10/2000

Die Elektrifizierung Dezember 2010 - 2011

Planskizzen hier

 

 

 

 

 

 





 

Technische Daten
 

Modelltyp:  2-mot Elektromodell
1. Jungfernflug (Verbrennermodell): 15.5.1999
2. Jungfernflug (E-Modell):  7.5.2011
Verbleib des Modells: 31.08.2024, Absturz nach Ausfall der RC- Stromversorgung
Spannweite:  2000 mm
Länge:  1850 mm
Flügelprofil:  NACA 2415
Leitwerksprofile:  NACA 0009
Gewicht:  ca. 6285 g
Motoren:  2 x Turnigy C5045-890
Akkus:  Lipo 4S1P  4000 mAh/Mot.
Stromaufnahme:  ca. 55A
Propeller:  APC E 12x5"
Funktionen (Servos): - 2 x Querruder
- 2 x Landeklappen
- 2 x Höhenruder
- Seitenruder
- Bugradlenkung
- Motorregelung
   

 

Beschreibung
 

Die Millenium war, damals 1999 mein drittes mehrmotoriges Modell. Es hat mir bis 2010 viel Freude und kaum Ärger bereitet. Dann aber kam der "Augenblick der Wahrheit", da ich damit begonnen habe meine mit Verbrennungsmotoren ausgerüsteten Modelle Zug um Zug gegen solche mit Elektroantrieb zu ersetzten. Was sollte ich nun aber mit der Millenium machen...?

Ein solches Modell ist kaum zu verkaufen, und wenn doch kaum zu einem Preis der die Einzelnen Komponenten rechtfertigen würde. So entschloss ich mich dazu dieses Modell umzubauen auf Elektroantrieb. Die Verbrennungsmotoren und das Zubehör dazu wurden ausgebaut und einzeln verkauft. Auch die Radbremsen musste weichen. Der Neuaufbau mit den Elektroantrieben ist in dieser Umbaubeschreibung etwas detaillierter nachzulesen.

 Nun habe ich ein praktisch neues Modell das im vergleich zur früheren, vollgetankten Version gut ein halbes Kilo leichter ist und nahezu senkrecht "in den Himmel beschleunigt werden kann". Die guten Flugeigenschaften von vorher haben sich nur noch mehr verbessert.

Zusätzlich hat sich auch gezeigt, dass die Millenium so auch ein ganz passabler Kameraträger ist:

Filme mit Modellflugzeugen gedreht

 
Passieren kann es immer; ein Absturz. Hier hat es meine rund 25 Jahre alte Millenium getroffen. Die Ursache ist mit Sicherheit der Ausfall der RC-Stromversorung durch einen kleinen 4-Zellen-NiMh-Akku, ausgelöst durch einen Wackelkontakt oder Ausfall des Ein-Ausschalters.

Unfallanalyse

Schon beim Einschalten der Anlage, vor dem Start stellte ich zuerst fest, dass "nichts ging". Erst nach nochmaligem Ein- und Ausstecken des Empfängerakkus, ging alles und auch ein kurzes Rütteln am Kabel/Stecker ergab keine Ausfälle; also zuvor die Steckverbindung wohl nicht ganz zusammen geschoben (Universal-Servostecker-Verbindung).
Dann, nach zwei, drei Minuten Flug und Beginn eines Gegenanfluges für einen tiefen Platzüberflug; keine Kontrolle mehr über das Modell..!!
Die eben noch auf gut Halbgas laufenden Motoren, stellten gleichzeitig ab...; ich konnte dann nur noch zuschauen wie das Modell in einen geschätzten 30° Sinkflug überging und mit einer ungefähren Längsneigung nach links von 40 - 60°., mit geschätzten 60 - 70 km/h (Minimum) in einem Maisfeld einschlug. Der Knall war trotz der Entfernung von um die 150m sehr gut zu hören...
Das es ein Stromausfall der Empfangsanlage war ist sicher, da beide Motoren plötzlich abstellen, da dann ja kein Sendersignal an den Brushless-Reglern anlag und diese darum die Motoren sogleich abstellen. In Zusammenhang mit meinem vorherigen Problem beim Einschalten, bin ich davon überzeugt, dass bei der Akku-Steckerverbindung, oder beim Schalter, die Ursache zu suchen ist.

Interessant an dem Absturz ist für mich, dass trotz dem Aufschlag mit hoher Geschwindigkeit, die beiden Motorgondeln kaum beschädigt wurden, sogar die Propeller waren beide unbeschädigt. Nebst dem Fahrwerk, hat bis auf das Bugradservo, die komplette Antriebs- und RC- Technik den Absturz "überlebt".
Erklärbar ist das dadurch, dass als erstes der linke Flügel den Boden berührte und damit das Modell ein halbes Rad über den Bug und den rechten Flügel hinweg "drehte". Dabei wurde das vergleichsweise schwere Heck durch die dabei auftretenden Kräfte, vom Rumpf abgerissen.
Die ganze Energie wurde dabei wohl von den in den Flügel verbauten CFK-Holmrohren "aufgenommen". Dabei brachen die Rohre im linken Flügel komplett durch, der Bug wurde bis vor den Flügel, komplett in "Einzelteile zerlegt" und der rechte Flügel danach so stark durchgebogen, dass die äussere Holzstruktur aufbrach, aber die CFK-Rohre nicht mehr durchgebrochen wurden.
Dadurch wurden die Motorgondeln und das Rumpf-Mittelstück so gut geschützt, dass nur das Modell selbst "dran glauben musste". Ich denke bei einem "reinen Holzflügel" wie ich sie heute baue, wären sie so zertrümmert worden, dass auch die Motorgondeln "zerlegt" worden währen. Die "elastischen" CFK-Rohre hingegen, dürften ähnlich Federn einen guten Teil der Aufprallenergien "so abgeleitet haben", dass dieses Schadensbild entstehen konnte...

Fazit: Ich habe mich damals bewusst für diese einfache, leichte, aber auch (vergleichsweise) fehleranfällige (RC) Stromversorgung entschieden, da das vor 25 Jahren "Stand der Technik war" und es später aufgrund des Modellalters für mich keinen Sinn machte, das noch zu ändern.
in all den Jahren ist mir so etwas noch nie passiert, aber es kann vorkommen...

 

 

 


Letzte Aktualisierung: 01. September 2024        

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